Freunde und Vergeben …

geschrieben am: 26. Mai 2015

Jeder kennt es Bestimmt, die „guten Freunde“ die etwas oder alles glauben was andere über einen erzählen und es dann weiter verbreiten, weil sie sich 100% sicher sind das es wahr ist.

Häufig ist es nicht mal ein Missverständnis was zu diesem glauben führt sondern kindlicher Trotz oder irgend eine Gekränktheit aus vergangenen Tagen die nie auf den Tisch kam weil besagter Gerüchte glaubender „Freund“ nicht den Mum hatte es auszusprechen. Das Gesamte aus dem Weg zu räumen wäre nur möglich in einem ordentlichen Gespräch. Zu das meist von der Gerüchte glaubenden Seite abgelehnt wird.

Dabei frage ich mich dann, ob so ein Gespräch wirklich die Lösung ist. Oder würde beim nächsten kleinsten Gerücht das gleiche wieder von vorne losgehen? Ist eine Freundschaft die auf so viel Misstrauen (aus welchen Gründen auch immer) beruht überhaupt wert Freundschaft genannt zu werden? Und warum sollte ein Freund so etwas glauben?

Wenn man einen FREUND, bei dem die Freundschaft auf gegenseitiges Vertrauen beruht hat, wird er unter Garantie nicht einem Gerücht glauben schenken. Sondern dieser Freund, würde dem jenigen der das Gerücht verbreitet erst einmal fragen ob er zum logischem Denken fähig wäre. Denn ein logischer Gedanken hat schon so manch ein Gerücht entkräftet. Selbst dann wenn es durch ein Missverständnis entstanden ist.

Ich denke aber auch das der Freund dann dem anderen direkt auf das Gerücht ansprechen würde damit die Sache schnellstmöglich aus der Welt geräumt wird. Denn Freunde, so lerne ich das gerade kennen, reden miteinander selbst dann wenn sie sich gerade nicht besonders grün sind. Bei solchen Dingen führen klare Worte zum Ziel.

Wenn man über Gerüchte logisch nachdenkt und die Menschen um sich herum kennt und beobachtet weiß man das solche Dinge nicht stimmen können. Aber wem sagt man das?

Denen die es glauben, wollten es wahrscheinlich sogar glauben. Und wenn Jemand so etwas glauben will, will er dem anderen wahrscheinlich nichts gutes. Und einen Menschen der einem nichts gutes will, warum sollte man ihm vertrauen?

Kein Mensch kommt mit allen anderen Menschen in seiner Umgebung klar. Man muss sich auch nicht mit allen gut stellen nur weil andere es so wünschen. Ein Mensch der wirklich mit jedem klar kommt, bei dem frage ich mich ob er stark genug ist seine eigene Meinung überhaupt standhaft zu vertreten? Jemandem gut hinterher reden nur um die Freundschaft zu wahren und alles was man tut auch wenn es gegen einen ist hinnehmen, das sollte keiner. Das hat kein Mensch nötig. Aber es wird von vielen erwartet.

Viele machen „der Freundschaft wegen“ meist den Schritt und sagen: Vergeben. Aber man muss nicht alles vergeben. Man kann und sollte sogar auch mal sagen und das ist 100% wichtig:

Bis hier hin und nicht weiter.

Und wenn man das sagt. Sollte man auch dabei bleiben. Was nicht heißt das man gereichte Hände unbedingt ablehnen sollte. Man sollte diesen Schritt jedoch sehr genau überlegen ob man es wirklich für sich selbst macht oder nur für andere.

Was ebenso nicht bedeutet das man seine Freunde davon überzeugen muss das sie nun genauso handeln, sondern im Gegenteil.

Von seinen Freunden kann man Verständnis für die eigene Entscheidung erwartet und Trost. Aber keinesfalls eine gleiche Reaktion. Denn eine solche würde ja bedeuten Jemand hat ein Anrecht darauf die Freunde des anderen zu bestimmen. Dem seine Nase passt mir nicht schmeiß den mal eben aus dem Kreise… ja ne ist klar!

Natürlich wünscht man sich selbst im ersten Moment ein solches Verhalten. Und davon kann sich keiner Freisprechen, auch ich nicht. Der Wunsch ist sogar sehr groß. Jedoch sollten wir immer daran denken das jeder zu jedem auch anders ist. Zu dem einen mag er sch… sein zu dem anderen aber gut. Die Gründe dafür wird man wahrschienlich nie erfahren. Aber die sind dafür auch egal.

Ist es verlorenenes Vertrauen was einem bewegt die Freundschaft zu kündigen weil man mit dem Freund oder Bekannten des Freundes nicht klar kommt? Wie kann man überhaupt durch so etwas das Vertrauen zum Freunde verlieren? Der Freund könnte ja Informationen an den anderen weiter geben die derjenige nicht wissen sollte. Hmmm…. Sind wir ehrlich so etwas haben wir im Kindergarten gemacht und Facebook sei dank ist es wieder auf die Tagesordnung gekommen.

Schon vor ein Paar Jahren stand selbst ich vor dem Problem das mir eine liebe Person die Pistole auf die Brust warf und sagte ich solle jemanden aus meinem Freundeskreis verbannen der täte ihr nicht gut. Ich hörte mir beide Seiten an und musste feststellen das beides ziemlich krass war. Alle Beide haben so heftige Sachen gemacht das ich echt schlucken musste. Wozu Wut fähig sein kann lernte ich da kennen. Wuff. Ich nahm dann die goldene Mitte und sagte ihnen zu das ich mich nicht auf eine Seite schlagen würde. Es gab ein riesiges Tamtam. Plötzlich gehörte ich auch zu den Bösen weil ich ja zu dem einen oder anderen halten würde.

Das dem nicht so ist, wussten nur die, die mich kannten. Ich habe weder zu dem einen noch dem anderen gehalten sondern habe trost gespendet wenn von nöten aber auch Abstand bewahrt wenn der eine Fragen zum anderen stellte, ausspionieren gibt es von meiner Seite her nicht. Jedoch wird einem das dann sehr schnell vorgeworfen weil man ja angeblich der einzige Kontakt sei. Dünnpfiff wenn ihr mich fragt. Aus eigener Erfahrung weiß ich das meist es die sind, von denen man das am wenigsten erwartet. Sprich die, die behaupten sie würden sich auf die Seite schlagen, die dann doch plaudern. Es gibt dazu sogar ein gutes Zitat: „Was dein Feind nicht wissen soll, das sage deinem Freunde nicht.“ Denn das ist es was die meisten Menschen dazu bewegt zu sagen: Mein Feind kann nicht dein Freund sein.

Eines habe ich dank meiner schlimmsten Erfahrungen in meinem Leben gelernt: Meine Feinde dürfen ruhig wissen was ich mache. Was nützt es mir etwas zu verbergen? Klar. Manche behaupten man würde eine Angriffsfläche bieten aber genau diese Fläche ist es die mir den meisten Schutz bietet. Witzig oder? Weil dadurch meine Freunde sehen können das ich es bin, die richtig handelt und Gerüchte bei normal logisch denkenden Menschen kein Erfolg haben.

Ich kenne viele in meinem Bekanntenkreis die mit dem einen oder anderen zu tun haben, die mir wirklich auch mal geschadet haben. Wenn ich all diesen Menschen die Freundschaft entziehen würde weil sie mit den Personen noch befreundet bzw bekannt sind, ich sie also nicht auf „meine Seite“ ziehen konnte wäre ich ganz schön blöde und bald sicherlich sehr sehr einsam. Klar kann man sich dann einen neuen Freundeskreis aufbauen. Aber was bringt einem das? Ständigen ärger und ständig neue Freunde.

Hat auch was oder?

Freunde zu haben ist etwas wundervolles, gerade in Zeiten wo es nicht ganz so rosig läuft aber trennt sich die Spreu vom Weizen. Und ich kann mit recht sagen: Ich selbst habe wunderbare Freunde und das lustige ist, es sind noch nicht mal wenige.

Irgend etwas muss ich also richtig machen.

Der Realität ins Auge sehen …

geschrieben am: 2. Mai 2015

Es gibt immer Situationen in denen man sich nicht wohl fühlt. Die Welt erscheint einen trübe und schwarz. Manches Mal hat man das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren sei es, das man dauernd krank ist oder etwas Schlimmes passiert ist. Das Leben gerät erst einmal völlig aus der Bahn.

Die Realität scheint für diese Menschen trostlos und schwarz. Doch ist es wirklich die Realität oder nur ein Trugbild aus der Situation heraus?

Nehmen wir als bestes Beispiel das Wetter, das kennt jeder.

Wenn die Sonne scheint jubeln die meisten. Das fröhliche Leben es geht allen gut. Fängt es aber an zu regnen sehen viele es als böses Omen. Schlechte Laune vorprogrammiert. Depressionswetter wird auch häufig gesagt.

Jedoch ist das wirklich die Realität? Ist Regen wirklich so ein schlimmes Zeichen?

Wenn man sich die Realität ansieht wird man feststellen das Regen Leben bedeutet. Ohne Regen würde unsere Pflanzenwelt so wie wir sie kennen ausdörren, aufhören zu existieren. Also bedeutet Regen nicht nur schlechte Laune, sondern Regen ist auch Leben. Und dieses Leben ist etwas Schönes. Es ist Real.

Eine Therapeutin sagte einmal zu mir, in jedem Negativen das wir erleben steckt auch etwas kleines Positives wir müssen nur versuchen es zu sehen und daran scheitern die meisten Menschen und sie hat Recht. Auch ich sehe in den meisten Situationen immer erst das Negative. Das Krank sein erschreckt mich und ihr könnt euch nicht vorstellen wie groß mein Wunsch ist mal einen kompletten Monat völlig ohne Beschwerden zu sein. Das Gefühl kenne ich nicht. Und auch die letzte Zeit wieder kommen die starken Zweifel hoch.

Manches Mal neige ich auch dazu mich als Versagerin zu fühlen. Wenn ich an manche Familienmitglieder denke: Job, Haus, Hof, Auto etc… dann frage ich mich schon was mein Leben für einen Sinn macht. Immer wieder bei null zu starten weil wieder etwas Neues hinzukommt. Oder man wird sogar von manchen als „zu faul“ bezeichnet. Da ich ja wieder nur Zuhause herum hänge und oder Shootings mache. Wer das kann, kann auch jede andere Arbeit tätigen Punkt.

Für manche sind Situationen ähnlich aber sie sind nie gleich. Daher empfinde ich Sprüche wie: Jeder findet einen Arbeit er muss nur wollen. Etc. einfach voll daneben. Denn das ist nicht korrekt. Nicht nur der Wille allein zählt sondern es gibt Faktoren die alles komplizierter machen. Da sind die schulischen Voraussetzungen, die Gesundheit etc. mit zu berücksichtigen und die sind eben bei jedem Menschen anders. Nicht jeder der im ersten Moment als faul erscheint ist es auch wirklich. Man sollte da schon die Augen offen halten.

Auch hier hat meine Therapeutin mir einen guten Rat zur Seite gestellt.

Höre nicht auf das was von den Menschen kommt, sondern erfreue dich an jedem kleinen Schritt den du weiter gekommen bist. Nicht das große ist es, was zum Erfolg führt sondern kleine Schritte führen auch zum Ziel und machen das Ziel auch viel erstrebenswerter. Die Freude wenn man für etwas kämpfen musste ist viel größer als wenn man es in den Schoß gelegt bekommt. Es sind die kleinen Dinge die unser Leben ausmachen.

Ohne diesen Rat hätte ich wahrscheinlich schon längst aufgegeben. Denn würde ich mein Leben nach einem solchen Maßstab messen wie manche es tun, bin ich eine Volllusche. Versagerin hoch10. Doch genau das bin ich nicht. Ich habe in meinem Leben schon mehr erreicht als andere mir zutrauten.

Ich habe meine Ausbildung geschafft die zwar 2 Jahre länger dauerte als normal während andere nach der dritten Chance in der Ausbildung ohne diesen Abschluss aufgaben. Das ist ein Erfolg. Nicht jeder hat die Ausbildung geschafft, ich aber schon. Bin ich also eine Lusche?

Klar mit der Ausbildung kann ich heute wenig anfangen das ist ein Teil der Realität, jedoch wem nützt es das ich es so negativ sehe? Mir am wenigsten. Und Real ist auch das andere eben genau diese Leistung nicht erbringen konnten. Das ist ein Erfolg. Auch Real.

Der Realität ins Auge sehen bedeutet also nicht nur das negative zu sehen. Sondern es bedeutet auch die positiven Dinge zu sehen. Sei es beim Wetter oder auch bei einem Selbst.

Mit meinen Erkrankungen fällt es mir öfters sehr schwer dort etwas Positives zu finden. Es hindert mich daran einen vernünftigen Job gut auszuführen. Ich fühle mich häufig schwach und elend. Etc. Aber Real ist auch, dass ich trotz allem Freude am Leben empfinden kann. Warum? Weil ich mich vielleicht schwach und Elend fühle aber trotzdem noch tolle Sachen machen kann. Vielleicht nicht so lang wie andere aber ich kann etwas. Ich bin jemand, ich bin ein Mensch der lebt. Ich habe tolle Freunde, einen wundervollen Hund, eine tolle Wohnung die am Anfang zwar etwas gestückelt aussehen wird, aber ich weiß jetzt schon das es gemütlich werden wird. Ich habe einen wundervollen Freund und Partner der mir zur Seite steht und den ich immer wieder bewundere. Das Leben hat auch für mich schöne Seiten. Und diese Seiten sind genauso real wie die dunklen also sollten sie auch beachtet werden und in jeden Gedanken mit einbezogen werden.

Der Realität ins Auge sehen?

Ja. Ich sehe gerade draußen den Sonnenschein und einen fast blauen Himmel. Das ist real und vor meiner Haustüre. Ich darf zwar laut Doc nicht in der Sonne so lang spazieren gehen. Aber shit was druff.

Real ist: Das macht Freude.
Real ist auch das macht krank.

Woran denk ich wohl lieber?
Wenn ihr wisst was ich gestern gemacht habe wisst ihr was es ist.

Dies war die Predigt zum Samstag.
Für Sonntag könnt ihr euch selbst etwas einfallen lassen