Selbstmaso in Aktion …

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Foto by Denise Zeller

Selbstmaso, eine kleine Qual bis das die Tränen fließen

Nicht jedem ist es bekannt aber viele haben es irgendwo schon einmal gelesen oder sie haben es selbst schon am eigenen Körper erfahren. Nicht jeder reagiert gleich, die einigen heftiger die anderen nicht so heftig. Davor schützen kann man sich eigentlich nicht, außer man vermeidet es. Und viele vermeiden es indem sie woanders hingehen und sich da etwas holen.

Ich nicht. Mir macht es sogar Freude, wobei die Tränen wirklich überflüssig sind, die hindern mich nur und versperren mir die Sicht. So stand ich wieder mal da und hantierte mit etwas herum. Ich hätte mich dazu auch setzten können aber im stehen geht es einfach viel besser.

Es ist schon erstaunlich wie hart es sich in der Hand anfühlt, weich wäre auch nicht schön, da sollte man dann die Finger von lassen! Herrlich schön fühlt es sich vor allem an, wenn es noch frisch, jung und knackig ist.

Das Gefühl wird besser wenn es nackig ist. Anders geht es auch nicht. Also wird es sachte und vorsichtig ausgezogen, wir wollen ja nichts beschädigen! Wie eine zweite haut liegt es eng an. Da muss man schon sehr behutsam mit umgehen um es auszuziehen. Der „zweiten Haut“ schenken wir keinerlei Beachtung mehr, die wird beiseite gelegt und aus dem Sinn ist sie.

Nach dem „Ausziehen“ sieht es noch schöner aus als vorher. Bewunderung steht in meinem Blick. So schön und groß. Ich bearbeite es weiter. Langsam aber sicher geht es rauf und runter. Und wieder auf und ab.

Während ich so dabei bin, bei dem auf und ab, steigen mir langsam die Tränen in die Augen. Es beißt. Es beißt sogar sehr stark. Mein Blick verschleiert sich und ich werde langsamer. Wie kann es mich nur so beißen? Die Qual ist sehr groß und dennoch muss ich lächeln. Fertig.

Mit einem leichten Schwung hebe ich das kleine Schneidebrettchen an und fülle die gleichmäßig zerkleinerte Zwiebel in den Topf. Dann nehme ich die nächste zur Hand, ziehe sie langsam und vorsichtig aus und beginne wieder das Messer rauf und runter zu bewegen. Die nächsten Stücke sind fertig und werden ebenso in den Topf befördert. Bald schon wird es herrlich duften und die Tränen sind schnell beiseite gefegt. Vorfreude auf das gute Essen ist größer.

Und wer weiß, vielleicht gibt es dann etwas besonderes als Nachtisch?