von Fähnchen die im Winde wehen…

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… und einen Orkan hinter sich herziehen

Heute machte ein  Artikel in FB die Runde und wieder sah ich Links und Rechts aufeinander los starteten und wie als wenn sie gegen eine Gummiwand laufen würden wieder abprallen. Und so wird es wohl auch immer sein.

Zu dem Artikel (von dem ich nicht nur die Überschrift gelesen habe), haben sich mir ein Paar Fragen aufgestaut. Die erste und wichtigste Frage die ich mir bei solchen „Hetz“ Artikeln immer stelle ist:

1. Ist da etwas Wahres dran!

Die Antwort gibt uns ein Blick auf die Website. JA, würde man beim Anblick sagen.

2. Ist die Website auch echt?

Das kann ich so nicht heraus finden.

Doch ich stelle mir dann nun die nächsten Fragen:
Was wäre wenn etwas allgemein Wahres daran wäre:

Ich habe mir also auch den Artikel auf dieser Website durchgelesen und erkenne daran, das da welche wohl die Welle etwas fehl interpretieren. Natürlich werden Fußballfans sauer wenn man das heraushängen des Fähnchens für Nationalismus  betitelt, und ich kann verstehen das die Menschen dann aufgebracht sind und wüste Beleidigungen und Gewaltandrohungen darauf folgen, Menschen sind nun mal in der heutigen Zeit so, das hat noch nichts mit einer „Ausgrenzenden“ Bewegung zu tun wie es die Welle meint. Wie im Artikel auf der Website auch aufgeführt.

Wer sich allerdings die letzten Jahre damit beschäftigt hat und einer Beobachtungsgabe verfügt, der weiß das es diese Diskussion immer wieder gibt und wer die Fähnchen im Wind wehen sehen sah, der wird bemerkt haben das dieser Stolz und dieser sogenannte
gefährliche Zusammenhalt nach der EM etc. wieder verschwunden war.

Nachbarn legten ihren Streit nieder und fieberten gemeinsam, nach dem Fußball wurden die Fähnchen wieder eingeholt und der Streit flammte erneut auf. Das soll Nationalismus sein???

Mag sein das es in der rechten Szene tatsächlich anders ist, doch will man nun hinter jedem Deutschlandfähnchen einen Rechten befürchten, muss ja jeder 2te ein Rechter sein? Noch dazu sind dann ganz schön viele „Migranten“ ebenfalls der rechten Szene angehörig. Erstaunlich, denn bei diesen habe ich in letzter Zeit die deutsche Fahne auch groß aus dem Fenster hängen sehen und das zu hauf.

Was mich aber am meisten an diesem Artikel irritierte ist:

Sie sprechen dort von Ausgrenzung, das ausfhängen der Deutschen Fahne grenze Menschen aus.

Ihr Aufruf geht jedoch nur gegen die deutsche Fahne. Von den anderen ist keine Rede.

Nicht die der anderen Nationen die ich auch jetzt schon wieder zuhauf an den Fenstern hängen sah. Ja, nicht so häufig wie die schwarz rot goldene doch es gibt sie, überall. Den anderen Nationalstolz. Wäre es laut deren eigenen Aussagen dann nicht sinnig, alle Fahnen egal welcher Coleur einzusammeln? Ist es nicht Ausgrenzung wenn man nur die eine Verbietet und die anderen gewähren lässt?

Nein???

Ich bin der Meinung, wenn man schon etwas bekämpfen will obwohl ich hier einfach keinen Grund sehe warum man es bekämpfen sollte, dann sollte man nicht das gleiche Werkzeug benutzen, was man an sich verbieten möchte. Denn da geht mir der Sinn verloren und die Glaubwürdigkeit der Aktion.
Was sie noch schreiben ist, das: Zitat: „Außen vor bleiben insbesondere Migrant*innen, People of Colour und andere Menschen, die nicht als Teil des nationalen Kollektivs betrachtet werden.“

Das müssen sie mir erst einmal erklären. Davon habe ich bisher noch nichts gesehen, ich war vor ein paar Jahren ja auch einmal beim Public Viewing und dort saßen auch alle beisammen im Trikot etc sogar mehrere „People of Colour“, Schwule und sogar Transvestiten, ist das heute etwa nicht mehr so?

Alle beisammen an mehreren Tischen in ein und derselben Lokationen und sprangen auf und schrien gemeinsam TOOOOOORRRR. Wenn eines gefallen war.

Meine Güte lasst den Menschen ihre Fahne oder sammelt alle Fähnchen ein und denkt mal darüber nach wer denn hier weiter den Zorn schürt durch ganz schlichtes ich bin dagegen handeln. Vielleicht sollte man mehr für etwas sein, damit das Gegen verschwindet.

Ich bin für Gemeinsamkeiten, für eine gemeinsame Kommunikation untereinander, für gemeinsame Feste, gemeinsam gegen Kriminelle antreten und gemeinsames fiebern, ich bin für ein gemeinsames Wertesystem, für Regenbogenfarben,  meinetwegen auch für rosa Plüscheinhörner (obwohl ich rosa auf den Tod nicht ausstehen kann) und Lila Elefanten. Ich bin dafür, nicht dagegen.
Hätte ich eine Deutschlandfahne parat, würde ich sagen: Jetzt erst recht. Nicht weil ich mitfiebere, sondern weil in mir so ein kleines trotziges Kind sagt:

wer albern will, der bekommt es auch.

Wir sind wohl alle hier im größten Kindergarten aller Zeiten.
Der Name des Kindergartens ist klar und einfach:

Menschheit.

AKTION und REAKTION

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Da ich von vielen neu Hinzugekommenen gefragt wurde, zu was ich politisch mich bekennen würde, hier meine Antwort.

Einige halten mich, weil ich noch „AFD’ler“ in meiner Freundesliste habe (Schande über mein Haupt, ich habe sie nicht alle gelöscht und blockiert) und manch „erschreckende“ AFD Seite abonnierte, ich sei rechts, ein „elendiger Nazi“ und als was man mich nicht alles beschimpfte.

Andere halten mich weil ich noch „LINKE“ in meiner Freundesliste habe und Menschen, die Beiträge der ANTIFA liken und teilen und ich manch einen dieser Beiträge sogar gut finde und manch linke Seite abonnierte, ich sei links, ein „beschissener Gutmensch“ und als was man mich nicht alles beschimpfte.

Ich bin ehrlich, ich bin also beides in einem vereint.
Also sozusagen bin ich ein „elendiger beschissener Nazi Gutmensch“.

So habe ich unlängst also unter all meinen Freunden die unterschiedlichsten Meinungen zum Thema „Schweigeminute“ im Bundestag gelesen. Die Linke und die Rechte Seite.

Der eine Teil meiner „Freunde“ regt sich darüber auf und nennt es „Instrumentalisierung“ die wollten doch nur Aufmerksamkeit und haben das tote Mädchen ausgenutzt.

Der andere Teil meiner  „Freunde“ regt sich darüber auf, dass diese Schweigeminute abgewürgt wurde.

Im Grunde muss ich beiden das Recht geben. Beide haben wieder einmal Recht, doch als ich das für mich entschieden hatte, wurde ich gefragt: welches ist nun das schlimmere?

Für mich steht jedoch eines Fest:
In erster Linie ist bei einer solchen „Aktion“ das Warum einer es nun schlussendlich gemacht hat, Irrelevant. Denn das was am Ende dabei daraus gemacht wurde von allen beteiligten, das steht im Vordergrund.

Warum?

Werden nun die Menschen fragen, die sich über die Instrumentalisierung aufregen, hier meine Antwort dazu:

Weil es am Ende die Familie der Verstorbenen betrifft und auf sie herab gerieselt ist. Auf sie prasselt nun all der Shitstorm ein der die Reaktion auf die Aktion ausgelöst hat. Und das empfinde ich als grausam. Wo findet die Familie Ruhe?

Natürlich kann man es jetzt von der Seite der Instrumenatlisierungskreischer „Schönreden“ (ich liebe dieses Wort) und sagen: Hätten die diese Schweigeminute Ordnungsgemäß beantrag und oder erst gar nicht erwähnt, wäre dieser Shitstorm gar nicht erst angefangen.

Natürlich kann man das so sagen und hätte auch mit seinen Worten Recht. Dann wäre dieser Shitstorm nicht losgetreten worden. Ja, das kann man so sagen.

Was wäre denn gewesen wenn sie die Schweigeminute tatsächlich eingereicht hätten. Sie wäre sicherlich durchgegangen und alle wären tatsächlich auch still gewesen? Diese Frage stelle ich mir und wenn ich die Reaktionen im Bundestag sehe glaube ich allen Ernstes und das muss ich trauriger weise sagen nicht daran.

Und nun kommen wir zu eine Sache, die ein jeder von uns kennen sollte:

Auf jeder AKTION folgt auch eine REAKTION des GEGENÜBERS.

Natürlich kann man nun von der Seite der Schweigeminutenprovozierer sagen:
Der Shitstorm wäre nicht losgetreten worden, wenn alle die Schweigeminute eingehalten hätten, denn dann wäre es im Sande verlaufen.

Noch dazu stelle ich mir die Frage, ob ein Abgeordneter im Bundestag eigentlich die Redezeit auch zum Schweigen nutzen darf. Also wenn man die Minute von der Redezeit abgezogen hätte. Wäre das nicht dann auch ohne Antrag machbar? Also wenn es zur Rede dazugehörte? Manches Mal ist Schweigen bzw. kann Schweigen auch eine Form des Ausdrucks sein um etwas besser zu verdeutlichen? Ist es also tatsächlich so das Schweigen erst beantragt werden muss?

Und auch die Schweigeminutenprovozierer haben mit ihrer Aussage tatsächlich, und ob man es glauben mag oder nicht Recht. Wenn tatsächlich alle die Schweigeminute eingehalten hätten, wäre es keine Provokation mehr gewesen sondern ein Augenblick für die Familie. Also tatsächlich sogar etwas Gutes.

Noch dazu war den Instrumentalisierungskreischern durchaus bekannt dass die Schweigeminutenprovozierer solche Provokanten Aktionen durchführen. Es war also bekannt dass sie eine solche Situation womöglich ausnutzen würden. Warum dann diese REAKTION? Die genau das doch macht?

Man darf nicht immer nur die Dinge von einer Seite betrachten man muss sie von allen Seiten betrachten und erst dann hat man ein Recht zu sagen: Das ist so.

Und wie ich die Situation auch drehe und wende, ich für meinen Teil halte die Reaktion in dem Moment tatsächlich sogar für das schlimmere übel. Tut mir Leid für alle die an das Böse glauben und ihr mögt wie ich oben schon sagte tatsächlich sogar Recht haben. Doch das Unrecht das danach einhergegangen ist übertrifft dies noch.

Nicht die Ursprungsabsicht ist hier das Übel sondern das, was daraus geschaffen wurde. Und das haben die Schweigeminutenprovozierer nicht ohne die Hilfe der Instrumentalisierungskreischer geschafft. Ohne euch wäre es gar nicht dazu gekommen.

In einer Diskussion über dieses Thema ging es dann weiter und es kam zur Sprache das die besagte Partei die die Schweigeminute zur Provokationnutzte andauernd solche Aktionen am Laufen hätte.

Nicht zuletzt habe ich mir jetzt mehrere dieser AKTIONEN angesehen und muss über so manch eine Schmunzeln. (nicht diese, aber manch andere). Warum?

Weil sie diese Aktionen durchführen können und jedes Mal eine REAKTION erhalten, die genau eines macht. Am Ende Ihnen recht geben.

Wir sollten uns mal die Frage stellen warum das überhaupt möglich ist?

Also nicht die Grundsatzfrage, wie viele meinen, warum diese Partei überhaupt gewählt wurde, denn darüber gibt es schon viel zu viele Diskussionen denen ich nicht mehr beitreten möchte, sondern warum sie diese AKTIONEN überhaupt machen können.

Wie ist das möglich?  

Jede andere Partei könnte es ja ebenso tun. Und es wäre ebenso möglich.

Also warum?

Stellen ich mir wirklich nur die verkehrten Fragen oder warum bin ich eine der wenigen die da ein großes Fragezeichen auf der Stirn kleben hat? Politik ist ein Teufelswerk und wer hinterfragt steht zwischen den Stühlen eine andere Position ist in der heutigen Zeit nicht haltbar.

Ich möchte in diesem Beitrag nicht sagen dass ich die Instrumentalisierung der Schweigeminute im Bundestag gut heiße, eher das Gegenteil.

Ich bin allerdings dafür dass man darauf achtet wie man miteinander umgeht ganz gleich woher der Wind weht und das gerade unsere Oberen auf AKTION und REAKTION achten und was für Auswirkungen es auf uns und unser Handeln hat.

So etwas lernt man eigentlich schon im Kindergarten jedoch anscheinend war deren Kinderstube anders als meine…