Posttraumatische Belastungsstörungen

geschrieben am: 9. Oktober 2015

Wir haben alle irgendwo unsere kleinen versteckten Geister.

Jeder Geist ist anders. Jeder Schmerz wirkt auf den Menschen anders und jeder Kummer ebenso. Der eine Mensch hat vor dieses Angst der andere vor jenes. Bei einem sind wir uns alle gleich. Es gibt keinen Menschen der keine Angst vor irgend etwas hat.

Meine Geister ruhen in der Vergangenheit. Ab und an kommen sie ans Tageslicht.

Ich leide seit einigen Jahren unter PTBS, das ist eine psychische Erkrankung und bedeutet Posttraumatische Belastungsstörung. (was genau das ist bitte hier nachlesen ist da in meinen Augen sehr gut beschrieben, also wie es auf mich wirkt). Ist ja auch bei jedem betroffenen anders. http://www.psychosoziale-gesundheit.net/se…/posttrauma1.html

Wenn man fragt: ist das heilbar kann ich nur eine Gegenfrage stellen: Könnt ihr alles aus eurem Leben für immer vergessen ohne das es euch jemals wieder einfällt?

Man kann nur eines: Lernen das Beste aus seinem Leben zu machen und ich bin dabei.

Eines ist bei allen meist gleich.

Sie haben etwas in ihrer Vergangenheit erlebt, das nicht gut war. Es zu vergesse,n wie viele es veruschen ist kaum möglich. Denn ich meine damit nicht (die Trennung von einem Freund oder die unliebsammen begegnungen mit ach so guten Freunden die sich dann doch als „Falsch“ heraus stellen sondern ich meine schon erlebnise die heftig sind. Die unter die Haut gehen. Der Stoff aus dem Thriller oder Kriegsfilme oder Dramen sind.

Ab und an gerade wenn ich FB öffne kommt eines der Erlebnisse wie eine Welle in mir wieder hoch. Ich merke es Abends und Nachts wieder sehr deutlich. Ich spüre Angst. Diese Angst ist nicht einfach damit abgetan indem man sagt: Davor braucht man doch keine Angst haben. Denn sie entstammt einer Erfahrung. Eine Erfahrung die ich selbst in meinem Leben machte.

Man muss sich das nicht Vorstellen wie eine kleine negaive Erinnerung sondern man muss sich das so vorstellen als wenn man alles noch einmal von vorne Erlebt mit jedem Gefühl, mit jedem Schmerz als wenn man wie damals in der Situation steckt. Und es ist schwer sich da allein wieder heraus zu holen.

Es ist kein hirngespinst aus einer der Medien, kein Buch das ich gelesen habe oder sonst etwas. Sondern es ist aus meinem Leben. Meine ureigene Geschichte.

Irgendwann wenn ich stark genug bin und Jemanden an meiner Seite habe der mir hilft, der mal so richtig Ahnung hat vom schreiben und die Zeit dazu, werde ich es aufschreiben. Aber so richtig.

Das was an dieser Erkrankung noch so übel ist, das man, wenn man sich Menschen anvertraut meist erst einmal wie doof angeschaut wird. Und dann kommt die Frage nach: Kann ein Mensch das wirklich erlebt habe oder hat die das aus einem Film.

Es mag der Stoff eines Thrillers, Horrors, Dramas sein. Ich kann jedoch nur wiederholen das es ein Erlebnis ist. Keines das aus Büchern gelesen etc.

Wie ich meine Angst versuche wieder in den Griff zu bekommen weiß ich schon. Aber es dauert noch etwas bis ich das schaffen kann.

Ich bin froh das ich Menschen an meiner Seite habe die mir glauben, mir vertrauen und vor allem denen ich vertrauen kann.

All diesen möchte ich heute wo wieder in mir eine Angst erwacht ist danken. Ich hab euch gern!

All jene die den größten Unfug verbreiten den es gibt oder aber diesem glauben schenken sie auch eines gesagt.

Eines Tages werdet ihr die Wahrheit erkennen. Ich muss euch nicht hinterher rennen. Denn solche Freunde brauche ich nicht. Klar macht es mich traurig das ihr den Bruch der Freundschaft in Kauf nehmt. Jedoch wer so etwas macht kann kein wirklicher Freund sein oder?

Gutes nachti euch allen heute mal Faul. Ich hab vorhin Laubgefegt  Wer noch?

Der Realität ins Auge sehen …

geschrieben am: 2. Mai 2015

Es gibt immer Situationen in denen man sich nicht wohl fühlt. Die Welt erscheint einen trübe und schwarz. Manches Mal hat man das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren sei es, das man dauernd krank ist oder etwas Schlimmes passiert ist. Das Leben gerät erst einmal völlig aus der Bahn.

Die Realität scheint für diese Menschen trostlos und schwarz. Doch ist es wirklich die Realität oder nur ein Trugbild aus der Situation heraus?

Nehmen wir als bestes Beispiel das Wetter, das kennt jeder.

Wenn die Sonne scheint jubeln die meisten. Das fröhliche Leben es geht allen gut. Fängt es aber an zu regnen sehen viele es als böses Omen. Schlechte Laune vorprogrammiert. Depressionswetter wird auch häufig gesagt.

Jedoch ist das wirklich die Realität? Ist Regen wirklich so ein schlimmes Zeichen?

Wenn man sich die Realität ansieht wird man feststellen das Regen Leben bedeutet. Ohne Regen würde unsere Pflanzenwelt so wie wir sie kennen ausdörren, aufhören zu existieren. Also bedeutet Regen nicht nur schlechte Laune, sondern Regen ist auch Leben. Und dieses Leben ist etwas Schönes. Es ist Real.

Eine Therapeutin sagte einmal zu mir, in jedem Negativen das wir erleben steckt auch etwas kleines Positives wir müssen nur versuchen es zu sehen und daran scheitern die meisten Menschen und sie hat Recht. Auch ich sehe in den meisten Situationen immer erst das Negative. Das Krank sein erschreckt mich und ihr könnt euch nicht vorstellen wie groß mein Wunsch ist mal einen kompletten Monat völlig ohne Beschwerden zu sein. Das Gefühl kenne ich nicht. Und auch die letzte Zeit wieder kommen die starken Zweifel hoch.

Manches Mal neige ich auch dazu mich als Versagerin zu fühlen. Wenn ich an manche Familienmitglieder denke: Job, Haus, Hof, Auto etc… dann frage ich mich schon was mein Leben für einen Sinn macht. Immer wieder bei null zu starten weil wieder etwas Neues hinzukommt. Oder man wird sogar von manchen als „zu faul“ bezeichnet. Da ich ja wieder nur Zuhause herum hänge und oder Shootings mache. Wer das kann, kann auch jede andere Arbeit tätigen Punkt.

Für manche sind Situationen ähnlich aber sie sind nie gleich. Daher empfinde ich Sprüche wie: Jeder findet einen Arbeit er muss nur wollen. Etc. einfach voll daneben. Denn das ist nicht korrekt. Nicht nur der Wille allein zählt sondern es gibt Faktoren die alles komplizierter machen. Da sind die schulischen Voraussetzungen, die Gesundheit etc. mit zu berücksichtigen und die sind eben bei jedem Menschen anders. Nicht jeder der im ersten Moment als faul erscheint ist es auch wirklich. Man sollte da schon die Augen offen halten.

Auch hier hat meine Therapeutin mir einen guten Rat zur Seite gestellt.

Höre nicht auf das was von den Menschen kommt, sondern erfreue dich an jedem kleinen Schritt den du weiter gekommen bist. Nicht das große ist es, was zum Erfolg führt sondern kleine Schritte führen auch zum Ziel und machen das Ziel auch viel erstrebenswerter. Die Freude wenn man für etwas kämpfen musste ist viel größer als wenn man es in den Schoß gelegt bekommt. Es sind die kleinen Dinge die unser Leben ausmachen.

Ohne diesen Rat hätte ich wahrscheinlich schon längst aufgegeben. Denn würde ich mein Leben nach einem solchen Maßstab messen wie manche es tun, bin ich eine Volllusche. Versagerin hoch10. Doch genau das bin ich nicht. Ich habe in meinem Leben schon mehr erreicht als andere mir zutrauten.

Ich habe meine Ausbildung geschafft die zwar 2 Jahre länger dauerte als normal während andere nach der dritten Chance in der Ausbildung ohne diesen Abschluss aufgaben. Das ist ein Erfolg. Nicht jeder hat die Ausbildung geschafft, ich aber schon. Bin ich also eine Lusche?

Klar mit der Ausbildung kann ich heute wenig anfangen das ist ein Teil der Realität, jedoch wem nützt es das ich es so negativ sehe? Mir am wenigsten. Und Real ist auch das andere eben genau diese Leistung nicht erbringen konnten. Das ist ein Erfolg. Auch Real.

Der Realität ins Auge sehen bedeutet also nicht nur das negative zu sehen. Sondern es bedeutet auch die positiven Dinge zu sehen. Sei es beim Wetter oder auch bei einem Selbst.

Mit meinen Erkrankungen fällt es mir öfters sehr schwer dort etwas Positives zu finden. Es hindert mich daran einen vernünftigen Job gut auszuführen. Ich fühle mich häufig schwach und elend. Etc. Aber Real ist auch, dass ich trotz allem Freude am Leben empfinden kann. Warum? Weil ich mich vielleicht schwach und Elend fühle aber trotzdem noch tolle Sachen machen kann. Vielleicht nicht so lang wie andere aber ich kann etwas. Ich bin jemand, ich bin ein Mensch der lebt. Ich habe tolle Freunde, einen wundervollen Hund, eine tolle Wohnung die am Anfang zwar etwas gestückelt aussehen wird, aber ich weiß jetzt schon das es gemütlich werden wird. Ich habe einen wundervollen Freund und Partner der mir zur Seite steht und den ich immer wieder bewundere. Das Leben hat auch für mich schöne Seiten. Und diese Seiten sind genauso real wie die dunklen also sollten sie auch beachtet werden und in jeden Gedanken mit einbezogen werden.

Der Realität ins Auge sehen?

Ja. Ich sehe gerade draußen den Sonnenschein und einen fast blauen Himmel. Das ist real und vor meiner Haustüre. Ich darf zwar laut Doc nicht in der Sonne so lang spazieren gehen. Aber shit was druff.

Real ist: Das macht Freude.
Real ist auch das macht krank.

Woran denk ich wohl lieber?
Wenn ihr wisst was ich gestern gemacht habe wisst ihr was es ist.

Dies war die Predigt zum Samstag.
Für Sonntag könnt ihr euch selbst etwas einfallen lassen